Fehlermeldung

Notice: Undefined index: #node_edit_form in i18n_menu_overview_form_alter() (Zeile 13 von /medjxcwh/drupal7.mediaweb.at/sites/all/modules/i18n_menu_overview/i18n_menu_overview.menu_settings.inc).

Förderung von Armut

1 post / 0 new
Erwin
Förderung von Armut

Immer weniger Beschäftiger sind bereit, Mitarbeiter zu solchen Bedingungen einzustellen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, überhaupt ihre Arbeitskraft und -Leistung zu erhalten.

Am aktuellen Arbeitsmarkt werden zum Großteil Teilzeitbeschäftigungen (etwa 20 Stunden/Woche) und geringfügige Beschäftigungen angeboten.

Selbst wenn im Falle der geringfügigen Beschäftigung noch Arbeitslosengeld/Notstandshilfe gebührt, ist das in vielen Fällen viel zu wenig, um auch noch am gesellschaftlichen Leben auf angemessene Weise Anteil nehmen zu können. Geringfügige Beschäftigung, durch die nicht annähernd ein Existenzminimum verdient werden kann, wird zugelassen und durch die Möglichkeit des Weiterbezugs von Arbeitslosengeld/Notstandshilfe gefördert.

Grundsätzlich kann es wenig gute Argumente gegen effizientes Arbeiten geben; es sollte aber vielleicht aus Vernunftgründen daran erinnert werden, dass die Wirtschaft früher auch mit Stehzeiten funktioniert hat. Wenn man einfach nur vernünftig denkt, kann es wohl nicht so sein, dass  man zwar eine vollwertige Arbeitskraft haben, aber nicht einmal das Minimum für deren Erhalt bezahlen will. Wenn es aber Unternehmer gibt, die dieser Vernunft nicht folgen können, wäre - meines Erachtens - der Staat gefordert, dieser Vernunft wieder zum Durchbruch zu verhelfen.

Übrigens: Die Gewerkschaftsforderung "35 Stunden bei vollem Lohnausgleich" liegt, in nicht allzu ferner Zukunft, bald 35 Jahre zurück. Heute wird weitgehend argumentiert, dass Arbeitszeitverkürzung nur zu mehr Überstunden, jedoch nicht zu mehr Arbeitsplätzen führen würde. Wie oben, halte ich es auch hier für angebracht, wenn der Staat das aber einfach einfordern würde. Die Einen fallen wegen Überarbeitung um, die Anderen verfallen in Depression und Angstzustände, weil sie nicht sicher sein können, ob morgen das Geld für ihre Lebenserhaltung - von einer gewissen Lebensqualität, wie man sie sich in einer modernen, nicht menschenverachtenden Gesellschaft erwarten würde, noch gar nicht zu reden - noch da sein wird. Arbeitslose, die Leistungen beziehen, sollen auch die Bereitschaft zur Leistungserbringung ihrerseits anerkennen; das hat jedoch nichts damit zu tun, sie mit Gewalt wo hineinzupressen, wo sie unglücklich und chancenlos bleiben, und krank werden.